{"id":164,"date":"2018-08-09T16:36:11","date_gmt":"2018-08-09T14:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/frankjankowski.de.w01a8fb4.kasserver.com\/wp_textblog\/?p=164"},"modified":"2020-06-04T09:42:40","modified_gmt":"2020-06-04T07:42:40","slug":"interdependenzen-hoch-drei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/interdependenzen-hoch-drei\/","title":{"rendered":"Wir k\u00f6nnen jetzt um die Ecke bohren! Oder: Interdependenzen hoch drei."},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum sich Experten der 3D-Druck-Community seit Jahren die Z\u00e4hne daran ausbei\u00dfen, universelle Kostenformeln aufzustellen, mit denen Betriebswirte arbeiten k\u00f6nnen &#8211; und wie man dennoch professionell kalkulieren kann.<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein urspr\u00fcnglich f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.3yourmind.com\/de\/neuigkeiten\/kostenberechnung-im-3d-druck-interdependenzen-hoch-drei\">3YOURMIND <\/a>erarbeiteter, hier stark gek\u00fcrzter, Fachartikel zur Kostenkalkulation im industriellen 3D-Druck. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"#situation\">Die Situation<\/a><\/li><li><a href=\"#problematik\">Die Problematik<\/a><\/li><li><a href=\"#praemissen\">Pr\u00e4missen<\/a><\/li><li><a href=\"#variablen\">Die Variablen<\/a><\/li><li><a href=\"#loesung\">Die L\u00f6sung<\/a><\/li><li><a href=\"#konklusion\">Konklusion<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"situation\">Die Situation<\/h3>\n\n\n\n<p>M\u00f6glichst genaue und m\u00f6glichst leicht vergleichbare Kostensch\u00e4tzungen: AM-Dienstleister brauchen sie, um ihren Kunden verbindliche Preise anbieten zu k\u00f6nnen. Herstellende Unternehmen brauchen sie, um zwischen zwei Szenarien abzuw\u00e4gen: Ist es mittelfristig lukrativer, additive Fertigung (AM) von einem Dienstleister einzukaufen (Buy-Scenario), oder drucke ich mir meine Bauteile selbst (Make-Scenario)?<\/p>\n\n\n\n<p>In der hei\u00dfen Phase der <strong>Digitalen Transformation<\/strong>, die wir jetzt erleben (und selbst ausgestalten, k\u00f6nnen, m\u00fcssen) h\u00e4ngen solche Erw\u00e4gungen bekanntlich vom \u00dcberleben ganzer Konzerne ab. Immer h\u00e4ufiger rufen uns deshalb Entscheider gestandener Technologie-Unternehmen an, die h\u00e4nderingend nach Business- und Use Cases f\u00fcr Additive Fertigungsverfahren suchen, denn:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cWir wissen, dass da gerade ein Zug abf\u00e4hrt. Und den wollen wir nicht ohne uns abfahren lassen.\u201d <\/p><cite><em>(O-Ton eines Managers der Salzgitter Mannesmann Forschung)<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie draufspringen?!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel sind Ideen bald gefunden, und die guten Beispiele, die uns Schunk, Henkel, DB-Schenker und Co. vorleben, machen Schule. Wenn das also gekl\u00e4rt ist, fangen die zust\u00e4ndigen Ingenieure und&nbsp; BWLer an, mit allerhand Variablen, Zahlen, Werten zu jonglieren.&nbsp;Mindestens drei Hindernisse stehen dabei zwischen ihnen und dem Erfolg:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Erstens werden oftmals die disruptiven Dimensionen der AM-Technologie untersch\u00e4tzt.<br>\u2981 Zweitens ist diese Technologie noch viel zu jung, um sich auf empirische Daten und\/oder Statistiken verlassen zu k\u00f6nnen.<br>\u2981 Drittens ist das Netzwerk dieser Technologie noch viel zu weitmaschig und viel zu unstrukturiert, als dass man zuverl\u00e4ssig auf L\u00f6sungen zugreifen k\u00f6nnte, die wom\u00f6glich bereits irgendwo zur Verf\u00fcgung stehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Oftmals werden deshalb \u201csogenannte\u201d Experten angeheuert, deren Expertise mangels verl\u00e4sslicher Zertifizierungen nur schwer einzusch\u00e4tzen ist, und die zu einem nicht unerheblichen Teil noch im Tr\u00fcben fischen, obwohl sie bereits eine ganze Weile an vorderster Front der neuen AM-Szene mitmischen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"594\" src=\"http:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AM_Kollaboration-1024x594.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-182\" srcset=\"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AM_Kollaboration-1024x594.jpg 1024w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AM_Kollaboration-300x174.jpg 300w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AM_Kollaboration-768x445.jpg 768w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AM_Kollaboration.jpg 1135w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb.1: Beispiel f\u00fcr eine gelungene Kollaboration zweier Global Players (GM and Autodesk): Generatives Design gepaart mit additiver Fertigung. Eine Sitzhalterung f\u00fcr die Luft- und Raumfahrtindustrie vorher (links: 8 Komponenten) und nachher (rechts: 1 Teil, 40% leichter und 20% stabiler).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"problematik\">II. Die Problematik<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>M\u00fchsam ern\u00e4hrt sich das Eichh\u00f6rnchen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zig Kostenfaktoren verb\u00fcnden sich mit Hunderten potenzieller Druckparameter zu Tausenden und Zehntausenden unberechenbarer Interdependenzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>An allen Ecken und Kanten dieses monstr\u00f6sen Gebildes arbeiten Informatiker und Ingenieure auf der ganzen Welt fieberhaft an Einzel- und Nischenl\u00f6sungen, um diese unmenschlich vielen Optionen, die heute noch weitgehend manuell (n\u00e4mlich per \u201etrial-and-error\u201c) bewertet werden m\u00fcssen, durch Automationen zu ersetzen. Automationen, die bspw. auf Erkenntnissen von Simulationen und Geometrie-Analysen beruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Infobox: Mit der dritten Dimension der Drucktechnik kommt ein dritter Multiplikator (Exponent 3) ins Spiel, der die Erfassung und Darstellung der <strong>Interdependenzen <\/strong>s\u00e4mtlicher Parameter und Faktoren erheblich kompliziert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Infobox: Eine Herausforderung besteht in der Bewertung von schritt- und verfahrens\u00fcbergreifenden Interdependenzen. So k\u00f6nnte es sich unter dem Strich bspw. durchaus lohnen, ein gr\u00f6beres, g\u00fcnstigeres Fertigungsverfahren zu w\u00e4hlen und daf\u00fcr einen h\u00f6heren Post-Processing-Aufwand in Kauf zu nehmen (siehe GEFERTECs additive Fertigung \u201cendkonturnaher Rohlinge\u201d).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"praemissen\">Pr\u00e4missen&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Fest steht: Wir leben in einer extrem schnelllebigen Zeit. Niemand wei\u00df, welche neue Technologie in drei Jahren zur Verf\u00fcgung steht und welche von den heutigen Innovationen dann wom\u00f6glich schon wieder veraltet sind. Somit ist das Risiko der Anschaffung teurer Anlagen so gut wie nicht einzusch\u00e4tzen, und wird hier deshalb ebenfalls vernachl\u00e4ssigt. Dennoch macht es aus unserer Sicht Sinn, die zu Buche schlagenden Abschreibungsfristen entsprechend anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fest steht: Je verl\u00e4sslicher die Kostenkalkulation ausfallen soll, desto notwendiger ist die klare Unterteilung von Einzelschritten und deren Zuordnung. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cBy any means it is not possible to predict the yearly working hours for a machine. As the machine investment cost is by far the biggest factor in the cost of a part, the utilization rate should be very accurate.\u201d <\/p><cite><em>Heidi Piili et al., 2015, in: \u201cCost Estimation of Laser Additive Manufacturing of Stainless Steel\u201d<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"variablen\">Die Variablen<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Die wichtigsten Kostentreiber eines AM-Prozesses<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Leistungskriterien des Initiators<\/p>\n\n\n\n<p>Mit \u201cLeistungskriterien\u201d sind die Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche gemeint, die der jeweilige Konstrukteur, Auftraggeber bzw. Initiator eines AM-Prozesses an sein Bauteil bindet und im ersten Schritt definieren sollte. In einem zweiten oder ggf. sogar dritten Schritt werden die Auswahlm\u00f6glichkeiten idealerweise immer geringer &#8211; und AM-spezifischer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier gelisteten Kostenfaktoren k\u00f6nnen also noch direkt vom Auftraggeber beeinflusst werden, und im idealen Fall erh\u00e4lt er hier bereits Hinweise, ob die Kosten je nach Ver\u00e4nderung der Leistungskriterien zu- oder abnehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bestimmte hier vorgenommene Vorgaben k\u00f6nnen andere M\u00f6glichkeiten von vornherein (komplett oder bedingt) ausschlie\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Falls der Auftraggeber (Kunde) z.B die Orientierung vorgibt, schlie\u00dft dies nat\u00fcrlich die Freiheit der Orientierung im Build-Prozess aus, schr\u00e4nkt also auch die Optimierung des Packing-Ratios (<strong>Nesting<\/strong>) ein.<br>\u2981 Falls etwa ein bestimmtes Material aus irgendwelchen Gr\u00fcnden festgelegt wird.<br>\u2981 Falls hohe Dringlichkeit besteht.&nbsp;<br>\u2981 etc.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dazu drei konkrete Beispiele:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Die Vorgabe einer bestimmten Bauteil-H\u00f6he (Z-H\u00f6he) bzw. eines Bauteil-Volumens schr\u00e4nkt ggf. die Auswahl des 3D-Druckers ein. Insofern besteht hier eine ganz simple und offensichtliche Interdependenz zwischen Gr\u00f6\u00dfe des Bauteils einerseits und AM-Verfahren andererseits.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Falls das Bauteil eine bestimmte H\u00e4rte und\/oder Festigkeit aufweisen muss, kommen nat\u00fcrlich nur bestimmte Materialien in Frage &#8211; und damit wiederum nur bestimmte 3D-Druck-Maschinen. Ersteres liegt idR von Anfang an fest. Dennoch kann es mit zunehmender Entwicklung neuer geeigneter Roh- und Werkstoffe vorkommen, dass ein Material ad\u00e4quat w\u00e4re, welches der Auftraggeber Mangels Kenntnis gar nicht in Betracht gezogen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Zugleich kann es sein, dass die Qualit\u00e4t des zu fertigenden Bauteils nur in einer bestimmten Druck-Ausrichtung (\u201c<strong>Orientierung<\/strong>\u201d) gew\u00e4hrleistet ist. Dies wiederum schr\u00e4nkt die \u201cFreiheit der Orientierung\u201d beim so genannten \u201cNesting\u201d (auch \u201cPacking-Ratio\u201d) ein, also die Art und Weise, wie mehrere Komponenten innerhalb eines Bauraums angeordnet werden k\u00f6nnen, um einen m\u00f6glichst hohen Auslastungsgrad zu erzielen. Des Weiteren bringt die Ver\u00e4nderung der Orientierung auch eine Modifikation der (provisorischen \u00e4u\u00dferen) <strong>St\u00fctz-\/Supportstruktur<\/strong> mit sich, die je nach Materialpreis durchaus erheblich ins Gewicht einer Kostensch\u00e4tzung fallen kann (vergleiche hierzu das Objekt \u201cHalterung\u201d im \u201cAuftragsheft eines fiktiven AM-Dienstleisters\u201d), wo aufgrund der besonderen Orientierung eine besonders aufw\u00e4ndige Supportstruktur anf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf einen hieraus noch abzuleitenden Computeralgorithmus (bzw. AI), k\u00f6nnte der Auftraggeber versuchen, Bewertungen seiner einzelnen Leistungskriterien vorzunehmen. Ein Schema k\u00f6nnte so aussehen, dass zun\u00e4chst einmal die Wichtigkeit der (vorgegebenen) Orientierung definiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer sehr viel komplexeren Bewertung k\u00f6nnten sogar Achsen-Rotations- bzw. Neigungswinkel definiert werden. Ebenso besteht eine gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit zwischen den Faktoren Wandst\u00e4rke, Slicing und Innen-Supportstruktur (einige AM-Maschinenhersteller bezeichnen letzteres als \u201cInfill-Density\u201d): Je weniger Innen-Support-Material m\u00f6glich oder gew\u00fcnscht ist, desto dicker muss bspw. die Wandst\u00e4rke ausfallen. Diese wiederum f\u00e4llt per se desto dicker aus, je offener\/gr\u00f6\u00dfer bspw. die D\u00fcse des Extruders eingestellt ist, je gr\u00f6\u00dfer also das Slicing justiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im AM-Consumer-Markt ist hinsichtlich der Einstellung von 3D-Printern von einer \u201cPrinting-Strategie\u201d die Rede. Zu dieser Interdependenz hei\u00dft es in einem Erkl\u00e4r-Video zu Ultimaker-Software Cura: <strong><em>\u201cA slower print speed means thinner layer, means higher print quality\u201d<\/em><\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u201cThe major cost driver consists mainly of machine costs (73%), as other authors have stated, followed by the material costs, which only make 12% of the total costs. The post processing process, followed with a similar amount, by the preparation process, represents the thirdlargest cost driver.\u201d<\/strong><\/p><cite>C. Lindemann et al., 2012, in: \u201cAnalyzing Product Lifecycle Costs for a Better Understanding of Cost Drivers in Additive Manufacturing\u201d<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-pale-green-background-color has-background\"><tbody><tr><td><strong>Liste 1: Leistungskriterien des Initiators<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Orientierung <\/span><\/strong><br><strong>Aspekte des Faktors \u201cOrientierung\u201d<\/strong>: <br>&#8211; Orientierung kann eine durch die Leistungskriterien des Initiators bedingte Notwendigkeit darstellen.<br>&#8211; Falls der Auftraggeber die Orientierung als unwichtig deklariert, somit also dem Ausf\u00fchrer des AM-Prozesses eine Um-Orientierung erlaubt, sollte ersterer sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass dies wom\u00f6glich die Qualit\u00e4t seines Objekts beeinflusst.<br>&#8211; Als Kostenfaktor bestehen Interdependenzen mit\/zwischen den Faktoren <em>Bounding Box<\/em> (dadurch <em>Nesting\/Packing-Ratio<\/em>, dadurch <em>Z-H\u00f6he<\/em>, dadurch <em>Build-Time<\/em>), sowie <em>Support-Struktur<\/em> (dadurch <em>Materialverbrauch<\/em>).<br>&#8211; Die meisten Slicing- und Printing-Softwares verf\u00fcgen \u00fcber Plugins oder integrierte Features, um die Orientierung eines 3D-Objekts automatisch so auszurichten, dass die geringste St\u00fctzstruktur anf\u00e4llt. Aber schon bei der Berechnung mehrerer Objekte in einem Bauraum kann ohne weitere Einstellungen kein optimales Nesting gew\u00e4hrleistet werden. <\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Material-Qualit\u00e4t<\/span> <\/strong><br>&#8211; Sorte \/ Legierung<br>&#8211; Temperaturempfindlichkeit<br>&#8211; Materialempfindlichkeit<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Statische Festigkeit&nbsp;<\/span><\/strong>&nbsp;&nbsp;<br>Mechanische Spannungen, die bei Belastung zum Bruch f\u00fchren k\u00f6nnen*: Zug-, Druck-,Biegezug-, Scher- und TorsionsfestigkeitMaterialabh\u00e4ngige Spannung die einer Fachl. Korrekte Def.: <em>Verformung durch eine statisch einwirkenden Kraft entgegenwirkt. Maximale Spannung in einem Spannungs\/Dehnungs- Diagramm.<\/em> <\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">H\u00e4rte<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Geometrie-Qualit\u00e4t \/ Aufl\u00f6sung: <\/span><\/strong><br>&#8211; Detail-Feinheit<br>&#8211; Komplexit\u00e4t<br>&#8211; Wandst\u00e4rke<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Gr\u00f6\u00dfe: <\/span><\/strong><br>&#8211; Volumen<br>&#8211; Z-H\u00f6he<\/td><\/tr><tr><td><span class=\"has-inline-color has-primary-color\"><strong>Abweichungstoleranz<\/strong><\/span><br>Wie viel Abweichung von den vorgegebenen Daten\/Ma\u00dfen w\u00e4re theoretisch zul\u00e4ssig?<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Oberfl\u00e4chenqualit\u00e4t<\/span><\/strong> <\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">St\u00fcckzahl \/ Losgr\u00f6\u00dfe<\/span><\/strong> <br>Laut verschiedenen Quellen (siehe Literaturliste) bestehen gewisse <strong>signifikante Schwellenwerte<\/strong> bzgl Metall und Plastik: Metall: Preis sinkt bis ca. 100 St\u00fcck, danach gleichbleibend Kunststoff: Preis sinkt bis ca. 500 St\u00fcck, danach gleichbleibend<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Oberfl\u00e4chen-Beschaffenheit <\/span><\/strong><br>Nicht nur hinsichtlich einer voraussichtlich hohen Losgr\u00f6\u00dfe k\u00f6nnte eine andere Fertigungsstrategie angebracht sein, n\u00e4mlich z.B. die AM-Herstellung einer Gussform&#8230;<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Post-Processing (Finishing) <\/span><\/strong><br>Unter \u201cFinishing\u201d wird gelegentlich auch der letzte Schritt des eigentlichen AM-Prozesses gemeint: z.B. das Abl\u00f6sen des Bauteils von der Bauplatte (etwa durch S\u00e4gen). Hier sind die vielen verschiedenen m\u00f6glichen und notwendigen Techniken der Nachbereitung von additiv gefertigten Komponenten gemeint: Infiltration, Dicht-Infiltration, W\u00e4rmebehandlung, spanende Endbearbeitungstechniken, Oberfl\u00e4chenveredelungen wie z.B. Beschichtung (Coating), Polieren etc. Dabei&nbsp; ist es nat\u00fcrlich mehr als ratsam, diese M\u00f6glichkeiten mit den M\u00f6glichkeiten additiver Fertigungstechniken abzugleichen.<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Lieferzeit <\/span><\/strong><br>Die Lieferzeit kann bekanntlich ein wesentlicher Kostenfaktor sein. In einem Business Case des <em>IGF-Vorhabens zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit in der Ersatzteilversorgung durch den Einsatz von 3D-Druckverfahren<\/em> hei\u00dft es dazu exemplarisch: <em>&#8222;Durch das Laserauftragschwei\u00dfen gegen\u00fcber konventioneller Fertigung, dauert die Produktion des Biegedornhalters 6h. Bislang lag die Produktionszeit bei 12 Tagen. Die Kosten erh\u00f6hen sich von rund 300EUR konventionell auf rund 750EUR additiv. Da die Biegedornhalter in der laufenden Produktion, bei einem Ausfall sehr hohe Kosten verursachen, werden diese Mehrkosten von den Kunden wohlwollend getragen und f\u00fchren zu einer Gewinnsteigerung von 700% je Bauteil.<\/em>&#8222;<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Preislimit<\/span><\/strong><br>Ergebnis darf einen bestimmten Preis nicht \u00fcberschreiten.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"548\" src=\"http:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-1024x548.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-183\" srcset=\"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-1024x548.jpg 1024w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-300x160.jpg 300w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-768x411.jpg 768w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-1536x822.jpg 1536w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Nesting-2048x1096.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abb. 4: Nesting at it\u2019s best. Zwei sch\u00f6ne Beispiele f\u00fcr die Ausnutzung des Bauraums. Image Sources: links: 3D Metal Printing Magazine und Grafik rechts: HP (Software Smart Stream).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-pale-blue-background-color has-background\"><tbody><tr><td><strong>Liste 2: Kostenkriterien\/Kostenfaktoren des Ausf\u00fchrers<\/strong> <\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Material<\/span><\/strong>: <br>&#8211; Marktpreis <br>&#8211; Lagerkosten<br>&#8211; Verf\u00fcgbarkeit<br>&#8211; Grad des unterst\u00fctzten AM-Auftrag-Winkels<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Materialverbrauch<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Personalkosten<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Recycling-Koeffizient<\/span><\/strong> (aus:<br>&#8211; Materialkosten <br>&#8211; durchschnittliche Recyclingrate <br>&#8211; Entsorgungskosten nicht recyclingf\u00e4higer Reste)<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Anlage-Betriebskosten<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Druck-Geschwindigkeit<\/span><\/strong> \/ Processing-Speed per Layer<\/td><\/tr><tr><td><span class=\"has-inline-color has-primary-color\"><strong>Bauzeit<\/strong><\/span><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Slicing \/ Schichtdicke \/ Aufl\u00f6sung<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Orientierung<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Verfahrensbedingte Nebenzeiten <\/span><\/strong><br>&#8211; Initiierung\/Konfiguration der Maschine<br>&#8211; Einr\u00fcstzeit<br>&#8211; Ausr\u00fcstzeit (inkl. Bauteil-Entnahme)<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Abk\u00fchlungszeit<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Anlage-Instandhaltungskosten<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Anlage-Anschaffungskosten <\/span><\/strong><br>&#8211; Abschreibung<br>&#8211; sonstige BWL-Faktoren<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Nesting <\/span><\/strong>Alternative Begriffe:<em><br>Packing-Ratio, Auslastungsgrad, Build Volume Packing, Load-Faktor, Degree of Build Volume Utilisation&#8230;<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Abstand <\/span><\/strong>zwischen den Teilen<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Z-H\u00f6he<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Support-Struktur au\u00dfen<\/span><\/strong> (als Provisorium)<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Support-Struktur innen<\/span><\/strong> (\u201cInfill\u201d) \/ Dichte<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Support-Material <\/span><\/strong><br>Muss f\u00fcr die St\u00fctzstruktur derselbe Werkstoff genommen werden wie f\u00fcr das Bauteil oder habe ich die M\u00f6glichkeit, auf ein g\u00fcnstigeres Material zur\u00fcckzugreifen?<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Abstand von Druckplatte<\/span><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Ausfallzeit \/ Ausschussquote \/ Fehlfunktionen <\/span><\/strong><br>Wird z.Zt. (2018) mit durchschnittlich ca. 37%-igen Zusatzkosten beziffert, muss also am Ende mit Faktor 1,37 multipliziert werden. Siehe u.a. Baumers et al.: The economics of 3D Printing: A total cost perspective.<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Post-Processing (Finishing)<\/span><\/strong><br>&#8211; Infiltration \/ Dicht-Infiltration<br>&#8211; W\u00e4rmebehandlung<br>&#8211; Spanende Endbearbeitungstechniken<br>&#8211; Oberfl\u00e4chenveredelung \/ Beschichtung (Coating) \/ Polieren<\/td><\/tr><tr><td><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Qualit\u00e4tspr\u00fcfung <\/span><\/strong><br>Ggf. notwendige Zertifizierungen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"loesung\">IV. Die L\u00f6sung<\/h3>\n\n\n\n<p>Neben einigen wenigen Teil-L\u00f6sungsans\u00e4tzen zur (automatisierten) Kosten-Berechnung von AM-Prozessen bzw. zur Organisation von AM-Prozess-Interdependenzen existiert derzeit kein einziges vollst\u00e4ndiges und praktikables Konzept &#8211; auch nicht jenes Pricing-Konzept von 3YOURMIND-Gr\u00fcnder Stefan K\u00fchr, das ich im Rahmen meiner T\u00e4tigkeit als <a href=\"https:\/\/www.3yourmind.com\/de\/neuigkeiten\/kostenberechnung-im-3d-druck-interdependenzen-hoch-drei\">3YOURMIND-Pressereferent<\/a> als ein solches zu verkaufen versuchte ;-).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4missen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Fest steht:<\/strong> Die Nachfrage nach AM-G\u00fctern ist (im Sinne der klassischen Losformel) bis auf weiteres \u201cdynamisch\u201d. Dies bedingt auch eine gewisse Dynamik der Kosten und rechtfertigt dynamische bzw. marktorientierte Preiskonzepte &#8211; umso mehr, da \u201cDynamic Pricing\u201d eine wesentliche Auspr\u00e4gung der Digitalen Transformation darstellt. Auf diesen dynamischen (bzw. elastischen) Aspekt gehen wir hier nur bedingt ein, um das Kostenmodell nicht unn\u00f6tig zu komplizieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fest steht:<\/strong> Zuerst kommt die Kalkulation der Kosten, dann der Preis (der haupts\u00e4chlich Dienstleister betrifft). Und: alles, was f\u00fcr den Preis gilt, gilt auch f\u00fcr die Kosten, aber nicht umgekehrt. Deshalb besch\u00e4ftigen wir uns hier mit den Kosten. Der Faktor \u201cPreis\u201d taucht hier zun\u00e4chst lediglich als Leistungskriterium des Auftraggebers auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-white-color has-dark-gray-background-color\">Infobox: Der auf AM-Simulationen spezialisierten Additive Works GmbH ist es mit ihrem Amphyon-Modul offenbar gelungen, Zusammenh\u00e4nge zwischen den Faktoren Build Time, Support Volume, Post Processing und Deformation abzubilden. Dies erm\u00f6glicht angeblich eine automatisierte \u201eFirst-Time-Right\u201c-Generierung von St\u00fctzstrukturen beim Laserstrahlschmelzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-white-color has-dark-gray-background-color\">Infobox: Um die wichtigsten Faktoren unterschiedlicher AM-Prozesse zu ber\u00fccksichtigen und trotzdem den \u00dcberblick zu behalten, sowie den AM-Prozess weitgehend automatisiert durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, erarbeitete Stephan K\u00fchr (CEO von&nbsp; 3YOURMIND) einen stark vereinfachenden und dadurch sehr \u00fcbersichtlichen L\u00f6sungsansatz.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"konklusion\">Konklusion<\/h3>\n\n\n\n<p>Dieses Whitepaper zeigt auf, dass der &#8222;typische&#8220; AM-Prozess mit mindestens zweierlei Ma\u00df gemessen werden muss: einem quantitativen und einem qualitativen. Anders ausgedr\u00fcckt: Das Aufwand-Nutzen-Verh\u00e4ltnis additiver Fertigung kann nicht in unmittelbar erfassbaren, \u201cstatischen\u201d Zahlen ausgedr\u00fcckt (quantifiziert) werden, ohne zugleich auch jene Dynamiken und Umst\u00e4nde zu ber\u00fccksichtigen, die sich einer solch kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Bewertung entziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quantitative Messlatten zur Bewertung von additiver Fertigung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Der Innovationsbegeisterte neigt dazu, weniger Variablen zu ber\u00fccksichtigen als angemessen w\u00e4re. Klar: die neue, revolution\u00e4re Fertigungsmethode m\u00f6chte gepusht, gefeiert, gef\u00f6rdert, schnell weiterentwickelt werden. Das war immer so mit weltbewegenden Industrieerrungenschaften, und da hat sich die Methode der Vereinfachung, des Herunterspielens komplizierter Tatsachen meistens bew\u00e4hrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Der Profitbegeisterte m\u00f6chte andererseits auf Nummer Sicher gehen und alle Faktoren in seine Produktionsfunktion einbeziehen. NOCH sind wir allerdings nicht in der Lage, einen Algorithmus zu programmieren, der s\u00e4mtliche Interdependenzen, die sich aus s\u00e4mtlichen relevanten Parametern eines AM-Prozesses ergeben, sinnvoll berechnet. Aber die Zeit wird kommen, da dies m\u00f6glich sein wird. Das ist so sicher wie die Samstagsschlange bei IKEA. Es wird die Zeit sein, wenn sich die Aufregungen gelegt haben, wenn alle M\u00f6glichkeiten ausgelotet sind, wenn sich das Neue Agile Cybermanufacturing etabliert hat\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Eine Hybridl\u00f6sung, wie sie Stephan K\u00fchr erarbeitete, ist zum gegenw\u00e4rtigen Stand der AM-Entwicklung eindeutig die beste L\u00f6sung, denn es n\u00fctzt ja nichts, angesichts der schieren Unm\u00f6glichkeit einer objektiv alles implizirienden Universall\u00f6sung den Kopf in den Sand zu stecken und\/oder sich heillos in endlosen mathematischen Logarithmen und Algorithmen zu verheddern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die qualitative Messlatte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Die Illusion des \u201ctypischen&#8220; AM-Prozesses: Der Losgr\u00f6\u00dfen- bzw. St\u00fcckzahl-Breakeven beim Vergleich konventioneller und additiver Fertigungsprozesse verschiebt sich laufend. Noch 2012 bezifferten Atzeni &amp; Salmi in einem (damals \u00fcberzeugenden) Vergleich die St\u00fcckzahl, bis zu der die additive Technik g\u00fcnstiger ist als die Herstellung mit dem HPDC-Spritzguss-Verfahren (High Pressure Die Casting)&nbsp; auf 42. Dabei verkannten sie mit ihrem horizontalen Graphen, dass bspw. die Kosten dieses (damals neuen Verfahrens durchaus nicht exakt gleichbleibend sind (wie mehrere hier genannte Autoren nachwiesen). Au\u00dferdem zeigt die Entwicklung der AM-Technologie auch in diesem Zusammenhang neue Chancen und M\u00f6glichkeiten auf. L\u00e4ngst werden wesentlich h\u00f6here St\u00fcckzahlen als &#8222;lohnend&#8220; bewertet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Der Lerneffekt: Dass die Besch\u00e4ftigung mit einer neuen Maschine Zeit kostet, also Kosten verursacht, ist jedem klar. Umso mehr das Erlernen einer neuer Technologie. Wie hoch der Nutzen dieser Wissensaneignung bewertet wird, wie viel als die Mitarbeiterqualifikation bzw. die Qualifikation eines ganzen Unternehmens kosten darf, muss jede Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung f\u00fcr sich selbst definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2981 Der Verspieltheitsbonus: Ein damit zusammenh\u00e4ngender aber durchaus weiter fassender und somit nicht zu untersch\u00e4tzender Gesichtspunkt bei der Bemessung des Wertes von additiver Fertigung ist der Aspekt des Innovations- bzw. F&amp;E-Potenzials. Wer mit einer neuen Erfindung spielt, ist meistens auch von Neugier getrieben &#8211; oder von Erfindungsgeist beseelt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum sich Experten der 3D-Druck-Community seit Jahren die Z\u00e4hne daran ausbei\u00dfen, universelle Kostenformeln aufzustellen, mit denen Betriebswirte arbeiten k\u00f6nnen &#8211; <span class=\"more-text\">&hellip;<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":168,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[90,1,10],"tags":[123,37,42,40,39,34,41,33],"class_list":["post-164","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-3d-druck","category-allgemein","category-pressetexte","tag-cgi","tag-interdependenzen","tag-losgroesse","tag-nesting","tag-packing-ratio","tag-quantenrechner","tag-supportstruktur","tag-uncanny-valley"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1166,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions\/1166"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/168"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}