{"id":179,"date":"2019-10-12T22:01:24","date_gmt":"2019-10-12T20:01:24","guid":{"rendered":"http:\/\/frankjankowski.de.w01a8fb4.kasserver.com\/wp_textblog\/?p=179"},"modified":"2020-05-11T08:44:34","modified_gmt":"2020-05-11T06:44:34","slug":"filmtagebuch-diverse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/filmtagebuch-diverse\/","title":{"rendered":"Filmtagebuch: diverse aus 2019\/20"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Cleo<\/h3>\n\n\n\n<p>Kinofilm von Erik Schmitt, D 2019. Versprechen des Trailers nicht gehalten. Der Trailer verspricht ein Kunstwerk auf Augenh\u00f6he mit der Fabelhaften Welt der Amelie. Das ist es BEI WEITEM nicht. Einige ganz coole Berlin-Shots, die durchaus gelungenen After Effects-Effekte und ein paar nette Dialoge k\u00f6nnen \u00fcber die Plot-Substanz-D\u00fcrftigkeit und Fantasieschw\u00e4che dieser leider mal wieder typisch deutschen Filmproduktion nicht hinwegt\u00e4uschen. Allerdings gebe ich zu, nach etwa 35-40 Minuten ausgeschaltet zu haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Letztendlich sind wir dem Universum egal<\/h3>\n\n\n\n<p>Film \u201cLetztendlich sind wir dem Universum egal\u201c: \u00dcberraschungsgeschichte dieses Winters. Mit dem Plot, dass ein reisender Geist jeden Tag im K\u00f6rper eines anderen Teenagers erlebt, ist hier endlich mal wieder etwas ganz Neues, \u00dcberraschendes entstanden &#8211; und das mit neuen, angenehm unpr\u00e4tenti\u00f6sen Darstellern. Um den Banausen etwas entgegen zu setzen, die diesem kleinen aber feinen Film bei Amazon mit nur einem Sternchen schaden, vergebe ich f\u00fcnf. Eigentlich h\u00e4tten es vier werden sollen. \u00c4hnliche Motivik: Butterfly Effect und T\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Animationsfilm: &#8222;Bigfoot Junior&#8220;<\/h3>\n\n\n\n<p>D\u00fcrftige Story Gro\u00dfartig animiert. Viel mehr habe ich dem Titel eigentlich nicht hinzuzuf\u00fcgen. Ich bin ein gro\u00dfer Fan von CGI-(3D)-animierten Filmen, die meistens ein riesiger Aufwand sind. Hier haben die Filmemacher leider am falschen Ende gespart &#8211; n\u00e4mlich an der Story, die viel zu konventionell und holprig dahin gesponnen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gangsterfilm: \u201cRunner Runner\u201d<\/h3>\n\n\n\n<p>Trotz der eigentlich starken Schauspieler eine langweilende, uninspirierte und h\u00f6chst unoriginelle, noch dazu unplausible Aneinanderreihung von Gangsterfilm-Klischee-Versatzst\u00fccken. \u00dcber die ersten 25 Minuten bin ich allerdings nicht hinweg gekommen. Vielleicht wird&#8217;s ja danach echt toll!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Animationsfilm \u201cZoomania\u201d alias &#8222;Zootopia&#8220;: <\/h3>\n\n\n\n<p>Ein echter Gl\u00fccksfall, wenn wirklich alles stimmt: Plot, Dramaturgie (Spannungskurve), Humor, Spannung, Geistreichtum der Dialoge, \u00dcberraschungsmomente &#8211; und, was hier nat\u00fcrlich ebenfalls nicht unerheblich ist: die Animation. Meine Favoriten: die Faultiere! &#8212; <\/p>\n\n\n\n<p>Jemand, der in seiner Amazon-Rezension 5 Punkte vergab (h\u00e4?!), schrieb: <em>Ja, die Geschichte ist vorhersehbar. Wirkliche \u00dcberraschungen gibt es nicht.<\/em><br>Ein anderer entgegnete: <em>Also mal ganz ehrlich: Was (Un)Vorhersehbarkeit und \u00dcberraschungen betrifft, ist dies einer der Disney- und Animationsfilme, die so viel Unerwartetes bieten wie wohl kaum ein anderer Disney-, Zeichentrick- oder Animationsfilm.<\/em> usw.<br>Ich kommentierte: <em>Ich schlie\u00dfe mich A.S. an: KEINE \u00dcberraschung(en)? Dieser Film ist voll von \u00dcberrraschungen &#8211; sowohl im Gro\u00dfen (Spannungskurve) als auch im Kleinen (Dialoge, Nebenhandlungen)! Mit Verlaub, verehrter &#8222;77Kris&#8220;: Sie haben ganz offensichtlich keine Ahnung von Dramaturgie!<\/em><br>Ein so genannter \u201cTop 500 Rezensent\u201d schrieb u.a.: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Disney Animationsfilme werden meistens mit einem \u00fcppigen Budget ausgestattet, denn die Produzenten wissen, dass diese Filme echte Blockbuster werden und in der Regel das Vielfache wieder einspielen. &#8222;Zootopia&#8220; mit seinen Kosten von ca. 150 Millionen Dollar <strong>spielte weltweit \u00fcber eine Milliarde Dollar ein<\/strong> und liegt in den Top 100 der erfolgreichsten Kinohits auf einem vorderen Rang. 2016 bekam er auch den Oscar als bester Animationsfilm.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Spider\"><span style=\"color: #ffffff;\" class=\"ugb-highlight\">Anker Spider<\/span><\/h4>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Animationsfilm: &#8222;Spider Man: A New Universe&#8220; <\/h3>\n\n\n\n<p>Bahnbrechend! Als Fan des CGI-(3D)-Animationsfilms empfinde ich dieses Kunstwerk als ein Meilenstein, vor allem durch die gro\u00dfartigen Toon-Shader, wobei ich nicht ganz verstehe, weshalb die RGB-Verschiebungen oft so krass ausfallen. Absicht, um die Druckplatten-Versatze der Comichefte nachzuahmen? Manchmal glaubt man, man brauche eine 3D-Brille (die ich pers\u00f6nlich hasse)\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Kunst des toten Mannes<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein wunderbar besetzter Zufallstreffer mit Jake Gyllenhaal als bisesueller Kunstkritiker. Originaltitel: &#8222;Velvet Buzzsaw&#8220; (samtene Kreiss\u00e4ge). Ganz nach meinem Geschmack werden s\u00e4mtliche Vertreter der mir so verhassten Kunstkommerzszene gerichtet &#8212; ja uneigentlich sogar regelrecht hingerichtet. Regisseur Dan Gilroy (Jahrgang 1959) schrieb erst Drehb\u00fccher, u.a. 2005 f\u00fcr den recht unterhaltsamen aber letztlich doch uninteressanten Football-Film: &#8222;Das schnelle Geld&#8220; (&#8222;Two for the Money&#8220;), dann 2006 f\u00fcr das gefeierte Fantasie-Drama &#8222;The Fall&#8220;, eine indisch-englisch-US-amerikanische Koproduktion mit (mir) unbekannten Darstellern. 2012 f\u00fcr den Action-Klassiker &#8222;Das Bourne Verm\u00e4chtnis&#8220;. Zu dem h\u00f6chst originellen und fesselnden, wenn auch schr\u00e4gen &#8222;Nightcrawler \u2013 Jede Nacht hat ihren Preis&#8220; (mit Jake Gyllenhaal als unfallblutgeiler Reporterempork\u00f6mmling) f\u00fchrte er erstmals auch Regie. Obwohl mich sein vorletzter Film (&#8222;Roman J. Israel, Esq. \u2013 Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit&#8220;) durchaus irgendwie interessierte, blieb ich h\u00e4ngen, konnte mich bislang nicht aufraffen, das letzte Drittel weiterzuschauen\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"buster\">The Ballad of Buster Scruggs<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum mindestens dritten Mal schaute ich mir gestern Abend drei (von sechs) Episoden des letzten Films der genialen (in den 50ern geborenen) Coen-Br\u00fcder an, und zwar die titelgebende &#8222;The Ballad of Buster Scruggs&#8220;, dann &#8222;Near Algodones&#8220; mit James Franco als ebenso h\u00fcbscher wie gl\u00fcckloser Bankr\u00e4uber; und schlie\u00dflich &#8222;All Gold Canyon&#8220; mit Tom Waits als Goldsucher. Die drei anderen Episoden finde ich zu absto\u00dfend und\/oder langatmig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Why him<\/h3>\n\n\n\n<p>Schade: eigentlich eine ganz gute Grundidee und auch gute Schauspieler. Was aber dabei herausgekommen ist, kann man nicht zuende schauen &#8211; das \u00fcbertrieben hysterische Herumgehampele der Hauptfigur ist einfach zu anstrengend&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">The Sisters Brothers<\/h3>\n\n\n\n<p>In vielerlei Hinsicht ein au\u00dfergew\u00f6hnlich intelligenter und origineller Western mit \u00fcberraschenden Wendungen und originellen Motiven. Stimmig und stringent erz\u00e4hlt &#8211; ein weiteres Meisterwerk des gro\u00dfen Film-K\u00fcnstlers Jacques Audiard, von dem ich nicht wei\u00df, ob er mit Michel Audiard verwandt ist, der so unvergessliche Krimis schrieb wie 1981: Das Verh\u00f6r (Garde \u00e0 vue), 1981: Der Maulwurf (Espion, l\u00e8ve-toi), 1981: Der Profi (Le professionnel) und 1982: Das Auge (Mortelle randonn\u00e9e).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stretch<\/h3>\n\n\n\n<p>Endlich mal wieder ein sympathischer, originell gestrickter &#8222;Action&#8220;-Film, der ohne enervierendes todlangweiliges minutenlanges Herumgeballere und ohne die entsprechenden Verfolgungsjagten (BEIDE treiben die Handlungen in keinster Weise voran) auskommt. Gerne verzeiht man hier die eine oder andere \u00dcbertreibung oder Unplausibilit\u00e4t. Patrick Wilson, der mit dem gro\u00dfartigen Drama &#8222;Little Children&#8220; unsterblich wurde, spielt in dieser Kom\u00f6die aus dem Jahre 2014 einen \u00fcberforderten Limousinenfahrer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gnadenlose Wildnis und First Position<\/h3>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrliche Grausamkeit: &#8222;Backcountry \u2013 Gnadenlose Wildnis&#8220; passt nicht in meine <a href=\"http:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/top-1-60-400-filme\">Top-400+ Liste<\/a>, ist aber durchgehend spannend und \u00fcberzeugend. Und die Brutalit\u00e4t ist trotz ihrer Grausamkeit eine &#8222;nat\u00fcrliche&#8220;, also viel leichter hinzunehmen, als etwa die Bilder, die man im Kopf hat, wenn man sich &#8222;First Position &#8211; Ballett ist Ihr Leben&#8220; anschaut, wo ein M\u00e4dchen (nur) davon erz\u00e4hlt, dass sie mit ansehen musste, wie ihrer Lehrerin die Gliedma\u00dfen abgeschnitten wurden. \u00c4hnliche Motivik: &#8222;Jungle&#8220; von Greg McLean, &#8222;The Grey &#8211; Unter W\u00f6lfen&#8220; von Joe Carnahan, &#8222;Auf Messers Schneide&#8220; von Lee Tamahori, &#8222;The Revenant \u2013 Der R\u00fcckkehrer&#8220; von Alejandro Gonz\u00e1lez I\u00f1\u00e1rritu. Es gibt noch mindestens einen weiteren sehr spannenden Film, wo die Bedrohung durch einen B\u00e4ren eine wesentliche Rolle spielt, aber der f\u00e4llt mir momentan nicht ein&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Hologramm f\u00fcr den K\u00f6nig<\/h3>\n\n\n\n<p>Mut zur Stille: Mit dem Hologramm erweitert der mittlerweile durchaus als gro\u00dfartiger K\u00fcnstler zu bezeichnende Tykwer sein breit gef\u00e4chertes Oeuvre um eine mir sehr sympathische Note der Stille und Bescheidenheit. Die vollen f\u00fcnf Sterne entsprechen hier jedoch eigentlich eher einer Art Quoten-Zugabe, da viele andere Rezensenten m. E. die Qualit\u00e4t verkennen. Normalerweise h\u00e4tte ich vier gegeben, ohne (in diesem lockeren freiwilligen Rahmen so spontan) sagen zu k\u00f6nnen, was mir zum f\u00fcnften fehlt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Troja Director&#8217;s Cut<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00dcberfl\u00fcssig: Welchen Zweck Petersen mit der Ver\u00f6ffentlichung dieser Lang-Version verfolgt, bleibt schleierhaft. Kein Vergleich etwa mit der SEHR wichtigen Voll-Version von &#8222;Apokalypse Now&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Juliet naked<\/h3>\n\n\n\n<p>Originelle Handlung mit \u00fcberraschender Wendung, unaufdringlich sch\u00f6ne Frau, uneitler guter Ethan Hawke &#8211; und das Ganze mit britischem Humor at it&#8217;s best gew\u00fcrzt&#8230;! W\u00fcrde man jetzt &#8211; FILMISCH &#8211; noch die Musik gut inszenieren, w\u00e4ren es definitiv F\u00dcNF Sternchen, so sind es viereinhalb \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cleo Kinofilm von Erik Schmitt, D 2019. 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