{"id":218,"date":"2020-04-11T18:35:23","date_gmt":"2020-04-11T16:35:23","guid":{"rendered":"http:\/\/frankjankowski.de.w01a8fb4.kasserver.com\/wp_textblog\/?p=218"},"modified":"2020-05-25T12:05:38","modified_gmt":"2020-05-25T10:05:38","slug":"je-spaeter-der-fehler-desto-teurer-seine-behebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/je-spaeter-der-fehler-desto-teurer-seine-behebung\/","title":{"rendered":"Je sp\u00e4ter der Fehler, desto teurer seine Behebung"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Hamburger Unternehmer und Vision\u00e4r Georg Kapsokalyvas, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der renommierten Sprachdienstleistungsgruppe Glossa Group GmbH, China-Experte und Erfinder von <em>myproof<\/em>, sprach mit uns \u00fcber die Notwendigkeiten und M\u00f6glichkeiten der Qualit\u00e4tssicherung von \u00dcbersetzungen.<\/h3>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size\">Das Beitragsbild zeigt zwei Teilnehmer des <a href=\"http:\/\/www.lqas.net\/en\/\">LQA Symposiums<\/a>, <br>das Georg Kapsokalyvas ins Leben rief, und (ganz rechts) mich als Moderator.<br><a href=\"http:\/\/www.gzpdu.de\/\">GzPdU <\/a>= Gesellschaft zur Pflege der \u00dcbersetzungskultur.<br><a href=\"https:\/\/www.frankjankowski.de\/autor\/presse\/Pressetext_Interview_EN.pdf\">English Version<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-default\"\/>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Herr Kapsokalyvas, l\u00e4sst sich Ihr Name in unsere Sprache \u00fcbersetzen?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Wir haben nachforschen lassen: &#8222;Kapso&#8220; wurde durch eine Lautverschiebung, die so genannte Volllautung nach dem Gesetz der geschlossenen Silbe, zu \u201ekapos&#8220;. Zu Deutsch: &#8222;eine Art von&#8220;. Und &#8222;kaliv&#8220; ist Kalif. Falsch \u00fcbersetzt bedeutet es jedoch \u2013 leider \u2013 so viel wie \u201eBrandstifter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Aber das war gewiss nicht der Grund, warum Sie \u201emyproof\u201c entwickelten!?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Nein, damit habe ich kein Problem. Der Wunsch nach einem Verfahren zum Pr\u00fcfen und Bewerten von \u00dcbersetzungen, g\u00e4rte bereits seit langem in mir \u2013 wie sicherlich auch in vielen anderen K\u00f6pfen, die Probleme technischer \u00dcbersetzungen zu l\u00f6sen haben. Die erste konkrete Anwendung fand in Zusammenarbeit mit BMW statt, die uns beauftragten, auf Grundlage der SAE J2450-Norm ein Verfahren zur Qualit\u00e4tssicherung ihrer \u00fcbersetzungsrelevanten Texte zu konzipieren.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Was genau ist myproof?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"636\" src=\"http:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof-1024x636.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-224\" srcset=\"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof-1024x636.jpg 1024w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof-300x186.jpg 300w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof-768x477.jpg 768w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof-1536x954.jpg 1536w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Tekom_myproof.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Tekom\/tcworld &#8211; weltgr\u00f6\u00dfte Fachmesse f\u00fcr technische Kommunikation: 2015 erstmals mit &#8222;myproof&#8220; <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>myproof ist ein automatisiertes, objektives und vertrauliches Verfahren zum Erfassen, Pr\u00fcfen und Bewerten mehrsprachiger Texte. Und ich habe die Vision, besser gesagt die Absicht, myproof zu einer Art \u00dcbersetzungs-T\u00dcV zu machen, an dem \u00fcber kurz oder lang niemand mehr vorbei kommt, der mit technischen \u00dcbersetzungen zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Gr\u00f6\u00dfere Unternehmen besch\u00e4ftigen ja in ihren Sprachabteilungen eigene ISO- und DIN-zertifizierte, also durchaus professionelle \u00dcbersetzer und Lektoren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Das ist richtig. In den gr\u00f6\u00dften Sprachabteilungen sitzen mitunter weit \u00fcber hundert Fachkr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Dann sollten die doch eigentlich in der Lage sein, ihre \u00dcbersetzungen selbst pr\u00fcfen zu lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Das wurde und wird ja bislang auch immer wieder versucht, aber es klappt eben nicht: erstens m\u00fcssen die betreffenden Lektoren zum Teil ihre eigenen Arbeiten oder die guter Kollegen kritisieren, was nat\u00fcrlich keinen Sinn macht, zweitens sind sie damit zeitlich \u00fcberfordert. Drittens kann \u00fcberhaupt nur eine kleine Anzahl von Sprachen bew\u00e4ltigt werden, wogegen die meisten Gro\u00dfexporteure bis zu 45 Sprachen bedienen m\u00fcssen. Deshalb werden solche Aufgaben an weit entfernte Auslandsniederlassungen delegiert. Aber die dortigen Mitarbeiter sind damit ebenfalls \u00fcberfordert und deshalb unmotiviert. Das Ergebnis ist erstens teuer, zweitens suboptimal, um nicht zu sagen unbrauchbar. Wir haben uns mit diesen Aspekten in epischer Breite besch\u00e4ftigt, deshalb ein N\u00e4hk\u00e4stchen-Beispiel: Auf Grund von Reklamationen und geh\u00e4uften Nachfragen im koreanischen Fertigungswerk soll ein Text mit einem Umfang von 1,7 Millionen W\u00f6rtern gepr\u00fcft und \u00fcberarbeitet werden. In Zusammenarbeit mit der koreanischen Vertriebsgesellschaft braucht die Sprachabteilung daf\u00fcr mindestens 5.000 Arbeitsstunden, es entstehen also zun\u00e4chst einmal Personalkosten von 200.000 Euro. Hinzu kommt nochmal in etwa das gleiche f\u00fcr aktive Einpflege und Kommunikation zwischen \u00dcbersetzern, Projektmanagern und anderem Personal im In- und Ausland.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Tats\u00e4chlich so viel??<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Das ist eine durchaus realistische, wenn nicht gar niedrig gegriffene Sch\u00e4tzung, die mir jeder erfahrene Sprachabteilungsleiter best\u00e4tigen wird. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich den passiven Aufwand veranschlagen, also den nicht erzielten Umsatz, den diese Leute eigentlich erbringen w\u00fcrden \u2013 ganz zu schweigen vom Sinken der Arbeitsmoral. \u00dcber den Daumen gepeilt, kommen also insgesamt locker 400.000 Euro zusammen \u2013 f\u00fcr die Pr\u00fcfung einer \u00dcbersetzung, die selbst bereits 250.000 gekostet hat, das darf man ja nicht vergessen. Und das f\u00fcr ein, wie gesagt, nicht optimales Ergebnis. Und o h n e die Ber\u00fccksichtigung etwaiger immenser Kosten f\u00fcr Personensch\u00e4den, Regressanspr\u00fcche, Konventionalstrafen, Verz\u00f6gerungen bzw. Wiederholungen von Zulassungsverfahren, Image-Einbu\u00dfen etc. als typische Folgen von \u00dcbersetzungsfehlern.<br>Mit dem Einsatz von \u201emyproof\u201c kostet alles zusammen etwa 125.000 Euro, also nicht einmal ein Drittel! Wobei die langfristigen Zukunftseffekte gar nicht hoch genug bewertet werden k\u00f6nnen: Leute, die wissen, dass ihre Arbeit von Spezialisten gepr\u00fcft wird, strengen sich beispielsweise deutlich mehr an. Hinzu kommen diverse andere Vorteile, die myproof bietet: auf Knopfdruck lassen sich die vielseitigsten Statistiken abrufen, die wiederum verl\u00e4ssliche und detaillierte Aussagen \u00fcber die Arten, Ursachen und Mengen der vorhandenen Probleme erlauben, so dass nun ganz gezielte Verbesserungsma\u00dfnahmen eingeleitet werden k\u00f6nnen: einzelne \u00dcbersetzungsdienstleister entlasten oder nachschulen, kontaminierte Translation Memorys bereinigen, Terminologie-Datenbanken korrigieren, Originaltexte verbessern&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Handelt es sich dabei auch um ein raffiniertes Marketing-Man\u00f6ver, um neue Auftr\u00e4ge zu akquirieren? Immerhin leben sie davon.<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Sie meinen, wir lassen die Arbeiten unserer Mitbewerber absichtlich durchfallen, um dann als Retter in der Not einzuspringen?<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Ganz so drastisch h\u00e4tte ich es nicht formuliert.<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Klares Nein. Zum einen ist es so, dass wir uns \u00fcber gute Ergebnisse schon deshalb freuen, weil sie bedeutend weniger Aufwand erfordern. Zum zweiten w\u00fcrden wir uns damit ins eigene Fleisch schneiden. Diese Masche w\u00fcrde ganz schnell auffliegen, wir w\u00e4ren raus aus dem Gesch\u00e4ft und bek\u00e4men nie wieder einen Fu\u00df in die T\u00fcr. Im Gegenteil trichtere ich meinen Vertriebsmitarbeitern ein, genau diesen Gedanken deutlich zu kommunizieren, und etwaige \u00dcbersetzungsanfragen wenn auch nicht unbedingt rigoros abzulehnen, so aber doch zumindest auf den Interessenskonflikt hinzuweisen. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, die beiden Gesch\u00e4ftsfelder zu trennen und myproof eventuell sogar in einen gemeinn\u00fctzigen oder zumindest Tendenzbetrieb umzuwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Abgesehen von den Erfahrungen, die wir ja alle schon gemacht haben: dass es im Endeffekt billiger ist, einen Fachmann ranzulassen, anstatt Probleme selbst l\u00f6sen zu wollen: Was kostet myproof und was spart es ein? Liegen Ihnen dazu bereits harte Kennzahlen \u2013 und Vergleichszahlen vor?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Selbstverst\u00e4ndlich. Was die Vergleiche anbelangt, so kann man sich wissenschaftlicher Erkenntnisse bedienen. Unter den Schlagw\u00f6rtern \u201eROI on QA\u201c, \u201eQuality Profitability Index\u201c, \u201eKosten-Nutzen-Evaluation\u201c, \u201eEffektst\u00e4rke von Qualit\u00e4tssicherung\u201c etc. findet man einiges, zum Beispiel eine Forschungsarbeit des \u201eSeminars f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung\u201c der K\u00f6lner Uni, wo ausf\u00fchrlich dargestellt wird, um wie viel h\u00f6her der Nutzen ausf\u00e4llt, je fr\u00fcher ein Fehler im Entwicklungsprozess gefunden wird.<br>Aber wir diskutieren auch mit Fachleuten verschiedener Industriezweige und werten eigene empirische Daten aus. Unter dem Strich kann man jedenfalls sagen, dass Qualit\u00e4tssicherung sich immer lohnt, und dass Ma\u00dfnahmen, wie wir sie mit myproof bieten, mindestens 2, wenn nicht 3 oder mehr Euro pro investiertem Euro einbringen.<br>Eine der vielen Vorteile vor allem der \u201emyproof platform\u201c liegt \u00fcbrigens in der Transparenz \u2013 nicht nur der Ergebnisse, sondern auch des Preises, den der Nutzer sich vorher genauestens kalkulieren lassen kann. Dazu muss man wissen, dass unsere Preise nach der Anzahl der W\u00f6rter berechnet werden, nicht nach dem Aufwand.<br>Aber neben den eben genannten Kosten durch schlechte \u00dcbersetzungen, geht es auch um das Image, dessen Besch\u00e4digung sich nicht so ohne weiteres in harten Zahlen beziffern l\u00e4sst. Deshalb ja auch der Begriff der \u201eweichen\u201c Zahlen, die in einer Studie von Sigrun Fritz, \u201e\u00d6konomischer Nutzen weicher Kennzahlen\u201c sehr anschaulich in Geldnutzen dargestellt wurden. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der Image-Qualit\u00e4t das Zwei- bis Vierfache der Investitionen einbringen.<br>Kaum etwas vermag das Image eines Unternehmens so nachhaltig zu beschmutzen wie eine schlechte (oder eben schlecht \u00fcbersetzte) Bedienungsanleitung. Denn der Kunde identifiziert mit der Qualit\u00e4t der Betriebsanleitung nat\u00fcrlich auch die Qualit\u00e4t des Produkts selbst\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Und das geschieht schon unterbewusst, also unwillk\u00fcrlich. Werner Pepels spricht in seinem Buch \u201eBedienungsanleitungen als Marketinginstrument\u201c davon, dass solche Texte auf dieser tieferen Ebene in der Nachkaufphase auch als \u201ezentrale Kontaktbr\u00fccke\u201c zwischen Hersteller und Kunde fungieren.<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Ganz richtig. Gut aufbereitete Handb\u00fccher sparen teure Hotline-Kosten ein und senken die Zahl von Beschwerden aufgrund von Bedienungsfehlern signifikant. Eine verst\u00e4ndliche Anleitung macht sogar Schulungen \u00fcberfl\u00fcssig oder erm\u00f6glicht k\u00fcrzere Schulungszeiten. Dar\u00fcber hinaus kann man den Wert des Produkts erh\u00f6hen, indem die so genannten \u201ekognitiven Dissonanzen\u201c abgebaut werden etc.<br>Ich wei\u00df von F\u00e4llen, wo Eink\u00e4ufer ihre Entscheidungen allein auf Grundlage der Verst\u00e4ndlichkeit von Betriebsanleitungen f\u00e4llen \u2013 und da geht es nicht um die Frage, ob ich in den Betriebstoiletten Handtuchhalter von x oder y installiere, sondern darum, ob der Hafenmeister des Rotterdamer Seehafenterminals, der drei\u00dfig neue Container-Gabelstapler ankaufen muss, sich f\u00fcr diejenigen von Caterpillar, Jungheinrich, Manitou, Still oder Linde entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Sie sprachen vorhin von Vision\u2026?! Welche Auswirkungen erhoffen oder ertr\u00e4umen Sie sich?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Ich bin kein Tr\u00e4umer. myproof wird die Welt der technischen Dokumentationen und \u00dcbersetzungen grundlegend ver\u00e4ndern, davon bin ich \u00fcberzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Wie meinen Sie das?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Durch die Einf\u00fchrung des Internets und der computergest\u00fctzten \u00dcbersetzungstechnik mit Beginn der 90er Jahre fand eine rasch zunehmende Globalisierung statt. Pl\u00f6tzlich war jeder, der \u00fcbersetzen konnte (oder glaubte, es zu k\u00f6nnen), in der Lage, seine Dienstleistung weltweit anzubieten. Die Folgen waren sinkende Preise und damit verbunden nat\u00fcrlich auch sinkende Qualit\u00e4t. Kunden sind gerade in dieser Branche nur selten in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen, oder Fehlerquellen zu lokalisieren. Und je sp\u00e4ter ein Fehler in der Wertsch\u00f6pfungskette eines Produkts gefunden wird, desto kostspieliger f\u00e4llt die Behebung dieses Fehlers bekanntlich aus. Diese Missst\u00e4nde des Marktes m\u00fcssen bereinigt werden, das ist eine Art Naturgesetz.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Und zwar mit myproof!?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>H\u00e4tten wir dieses Verfahren nicht entwickelt, h\u00e4tten sich \u00fcber kurz oder lang andere daran gewagt, das war nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Haben Sie keine Angst, dass jemand Ihre Idee klauen k\u00f6nnte?<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Eigentlich nicht. Wir haben ja bereits einen enormen Aufwand an Zeit und Knowhow in die Entwicklung und Ausreifung dieses Konzepts gesteckt. Allein die viele Zeit, die wir in die Auswahl und das Training der Lektoren und Projektmanager investierten, ist so bald nicht aufzuholen. Au\u00dferdem erhielten wir schon Auszeichnungen daf\u00fcr, etwa den \u201eInnovationspreis-IT 2014\u201c, der von der \u201einitiative mittelstand\u201c ausgelobt wird. Hinzu kommt das Industrie-G\u00fctesiegel \u201eBest of 2014\u201c. Darauf sind wir stolz \u2013 und bewerben uns nun f\u00fcr weitere Dekorationen, beispielsweise f\u00fcr den Masing-Preis, mit dem die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Qualit\u00e4t Spitzenleistungen im deutschen Qualit\u00e4tsmanagement f\u00f6rdert. Wir sind also in jedem Fall die ersten. Falls wir jedoch irgendwann nicht mehr die einzigen sein sollten, kann mir das eigentlich nur Recht sein, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Gesch\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Sportliche Einstellung. Es hei\u00dft ja auch: jemanden nachzuahmen sei die \u00fcberzeugendste Form der Schmeichelei.<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Erfolg findet immer Nachahmer. Dieses im Fachjargon euphemistisch \u201eMe too-L\u00f6sung\u201c genannte Abkupfern guter Ideen, die juristisch kein Plagiat sind, zieht sich ja querbeet durch s\u00e4mtliche Branchen unserer Marktwirtschaft. Aber in der Regel bleibt das Original, das den Markt ja mitunter erst geschaffen hat, Marktf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p>GZPDU:<br>Dann bleibt mir vorerst nur, Ihnen auch weiterhin viel Erfolg zu w\u00fcnschen, Herr Kapsokalyvas, und Ihnen f\u00fcr dieses aufschlussreiche Gespr\u00e4ch zu danken.<\/p>\n\n\n\n<p>KAPSOKALYVAS:<br>Ich habe zu danken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Frank Jankowski im Februar 2015. Mittlerweile wurde &#8222;<a href=\"https:\/\/www.glossa.de\/de\/dienstleistungen\/glossa-myproof.html\">myproof<\/a>&#8220; wesentlich weiterentwickelt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hamburger Unternehmer und Vision\u00e4r Georg Kapsokalyvas, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der renommierten Sprachdienstleistungsgruppe Glossa Group GmbH, China-Experte und Erfinder von myproof, sprach <span class=\"more-text\">&hellip;<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":222,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,10],"tags":[76,75,162],"class_list":["post-218","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-pressetexte","tag-language-quality-assurance","tag-roi","tag-uebersetzungsfehler"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=218"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":937,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218\/revisions\/937"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}