{"id":61,"date":"2015-07-27T11:14:26","date_gmt":"2015-07-27T09:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/frankjankowski.de.w01a8fb4.kasserver.com\/wp_textblog\/?p=61"},"modified":"2021-07-13T06:55:11","modified_gmt":"2021-07-13T04:55:11","slug":"partei-abwaehlen-fernsehen-verklagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/partei-abwaehlen-fernsehen-verklagen\/","title":{"rendered":"Regierung abw\u00e4hlen \u2013 Fernsehen verklagen!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gesetzgeber n\u00f6tigt m\u00fcndige B\u00fcrger zur Duldung fahrl\u00e4ssiger K\u00f6rperverletzung. Offener Brief an die Rundfunkanstalten Deutschlands<\/strong>. <\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#427388\" class=\"has-inline-color\">Frank Jankowski, 27. Juli 2015<\/span><br>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>aus den unten ersichtlich gemachten Gr\u00fcnden konnte ich von Ihren \u201eInformationen ausstehender Geb\u00fchren\u201c keine Kenntnis erlangen. Deshalb bitte ich um eine nachtr\u00e4gliche Zustellung s\u00e4mtlicher relevanter Mitteilungen.<br>Vorsorglich lege ich hiermit zugleich Widerspruch gegen eine allgemeine Erhebung und insbesondere gegen die mich betreffende pers\u00f6nliche Eintreibung von Rundfunkgeb\u00fchren ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sechs Millionen Erl\u00e4uterungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Meine Ablehnung dessen, was im Fernsehen gezeigt wird, nahm mit Einf\u00fchrung der privaten Sender und zunehmender pers\u00f6nlicher Reife stetig zu und erreichte ihren ersten H\u00f6hepunkt mit der Ausstrahlung der Serie \u201eGute Zeiten, schlechte Zeiten\u201c, f\u00fcr die ich Mitte der 90er Jahre (mittlerweile Philologe, Dramaturg, Autor) sogar ganz kurz als Storyliner t\u00e4tig war. Jedoch war es mir unm\u00f6glich, an dieser \u2013 wenngleich auch ungeheuerlich gut bezahlten \u2013 Volksverdummung mitzuwirken, deshalb beendete ich meine Mitarbeit schon nach wenigen Wochen \u2013 und war bald darauf entsetzt, zu erfahren, wie viele Menschen sich dieser geistigen Bel\u00e4stigung freiwillig Tag f\u00fcr Tag aussetzten: sechs Millionen.<br>Das Niveau der im deutschen Privatfernsehen ausgestrahlten Sendungen war von Anfang an d\u00fcrftig und sank mit dem (leider sehr fantasielosen) <strong>Nach\u00e4ffen <\/strong>US-amerikanischer Vorbilder rapide. Mit extrem wenigen Ausnahmen (wie etwa Arte und 3sat) lie\u00dfen sich die \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten leider von diesem Sog erfassen. Irgendwann war auch deren Qualit\u00e4t so miserabel, dass ich mich gen\u00f6tigt sah, meinen Fernseher zu verschenken. Ja ich zog sogar in Erw\u00e4gung, die ruchlosesten Sender wegen (fahrl\u00e4ssiger) K\u00f6rperverletzung zu verklagen \u2013 denn ich betrachte <strong>das Gehirn als zum K\u00f6rper dazugeh\u00f6rig<\/strong>. Diese Klage h\u00e4tte \u00fcbrigens nicht mein eigenes Gehirn betroffen, sondern die Millionen, die nicht die Kraft hatten, ihre Empfangsger\u00e4te abzuschaffen, um sich nicht nach jedem Einschalten \u00fcber die dort propagierte Negativit\u00e4t, Brutalit\u00e4t und unendliche Abgestumpftheit \u00e4rgern und fremdsch\u00e4men zu m\u00fcssen.<br>Um es mit einem <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gleichnis <\/h3>\n\n\n\n<p>zu verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, Sie m\u00f6gen anspruchsvolle leise klassische Musik, und Ihr Nachbar h\u00f6rt oft br\u00fcllend lauten Heavymetal-Krach, der sogar Ihre Gl\u00e4ser im Schrank klirren l\u00e4sst \u2013 und Ihnen auch sonst extrem auf die Nerven geht, so sehr, dass Sie kostspielige Schalld\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen ergreifen. Pl\u00f6tzlich verlangt besagter Nachbar von Ihnen, dass Sie sich an seinen Kosten beteiligen, da Sie ja schlie\u00dflich mith\u00f6ren (k\u00f6nnten). Wie w\u00fcrden Sie reagieren?<br>Die Idee, das Fernsehen wegen geistiger Umweltverschmutzung zu verklagen, hatte damals freilich noch den Haken, dass ja niemand gezwungen wurde, TV zu glotzen, beziehungsweise daf\u00fcr zu bezahlen. Das ist nun anders. Der Zwang zur Bezahlung impliziert den Zwang zur Nutzung, also zum Schauen. Man wird gleichsam gezwungen, sich verletzen zu lassen! Die erw\u00e4hnte Klage ziehe ich deshalb nun ernsthaft in Erw\u00e4gung. Konkrete Gespr\u00e4che mit Juristen finden bereits statt.<br>Um es ein f\u00fcr alle Male deutlich kund zu tun: Neben der bildenden Kunst und der Literatur gilt dem Medium Film mein gr\u00f6\u00dftes Interesse \u2013 nicht zuletzt deshalb, weil es in der Lage ist, die beiden anderen Ausdrucksformen sublimiert zu vereinen. Seit der Abschaffung meines TV-Empfangsger\u00e4ts leihe und kaufe ich mir sehr h\u00e4ufig ganz gezielt Filme. Da es mittlerweile gar nicht mehr m\u00f6glich ist, einen gro\u00dfen Bildschirm ohne integrierter TV-Empfangstechnik zu bekommen, greife ich, um auch im Zustand getr\u00fcbten Bewusstseins zuverl\u00e4ssig vor der Willk\u00fcr der gef\u00fcrchteten Fernsehgrob- und -dummheiten gesch\u00fctzt zu sein, zum Anschauen dieser Filme auf Computer-Monitore zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Radio hat mich noch nie interessiert, deshalb besitze ich auch keines. Den einzigen Zweck, zu dem ich Radio aktiv nutze, sind die <strong>Staumeldungen <\/strong>im Auto. Da ich aber auch kein eigenes Auto besitze, und nur alle Jubeljahre mal eins anmiete, f\u00e4llt diese Nutzung wohl kaum ins Gewicht. Die Qualit\u00e4t der Radiosender kann ich deshalb nicht beurteilen. Ich wei\u00df nur, dass ich mich von entsprechenden Dauer-Beschallungen, etwa bei Freunden oder im Supermarkt (neuerdings zu meinem gro\u00dfen Verdruss auch bei Penny), aus verschiedenen Gr\u00fcnden grunds\u00e4tzlich gest\u00f6rt f\u00fchle \u2013 und jedes Mal darum bitte, abzuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich trotz mehrfacher eindeutiger schriftlicher und m\u00fcndlicher Benachrichtigung an die Geldeinziehungsbeh\u00f6rden der Rundfunkanstalten, dass ich weder TV-, noch Radioger\u00e4te besitze, weiterhin unabl\u00e4ssig mit Zahlungsaufforderungen zugem\u00fcllt wurde, fing ich irgendwann an, diese Briefe unge\u00f6ffnet zu entsorgen. Erst seit der k\u00fcrzlichen Mitteilung durch das Finanzamt, in welcher man mir (ohne Vorwarnung) mit Pf\u00e4ndung drohte, besch\u00e4ftige ich mich erneut mit der ganzen Thematik. Und reagiere hiermit nun unverz\u00fcglich darauf.<br>Zum neuen Argument, das Internet sei ein Empfangsger\u00e4t, das man mir am Telefon lieferte: Ehrlich gesagt, wusste ich nicht einmal, dass ich via Internet-Anschluss ohne spezielle zus\u00e4tzliche Anmeldung ganz \u201enormal\u201c fern sehen und Radio h\u00f6ren kann \u2013 und ich bezweifle das auch noch, werde es bei Gelegenheit eruieren.<br>Dass man mir nun jedoch wegen der blo\u00dfen Nutzung des Internets, welches mir ausschlie\u00dflich zur Kommunikation, zum Einkaufen und (als eine Art Enzyklop\u00e4die) zur gezielten Informationsbeschaffung dient, unterstellt, ich w\u00fcrde diese volksverdummende K\u00f6rperverletzung akzeptieren oder (in Anf\u00e4llen masochistischer Neigungen) sogar selbst konsumieren, ist emp\u00f6rend und beleidigend.<br>Und dass ich nun sogar daf\u00fcr bezahlen soll, empfinde ich \u2013 selbstverst\u00e4ndlich \u2013 als N\u00f6tigung, als einen Akt aggressiver gewaltt\u00e4tiger Staatswillk\u00fcr. Schlimmer und grotesker noch, als w\u00fcrde man <strong>von jedem, der einen F\u00fchrerschein besitzt, die Entrichtung einer Kfz-Steuer verlangen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein L\u00f6sungsvorschlag:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit der heutigen Technik d\u00fcrfte es m\u00f6glich sein, Geb\u00fchren f\u00fcr die konkrete Nutzung einer Rundfunk-Leistung zu erheben. Erheben Sie meinetwegen eine Art <strong>Rundfunk-Maut<\/strong>, mit der ich ausgesuchte Sender gezielt buchen kann, oder sogar einzelne Sendungen bezahlen, f\u00fcr die ich mich bewusst entscheide. Installieren Sie meinetwegen Messger\u00e4te in meinen Empfangsger\u00e4ten \u2013 so wie man den Verbrauch von Wasser, Strom, Gas und \u00d6l misst. Ich w\u00e4re der letzte, der sich dann noch gegen eine Bezahlung wehrt! Mehr noch: sobald es m\u00f6glich sein wird, durch die gezielte Bezahlung gute Beitr\u00e4ge zu belohnen, also auch die schlechten (zumindest implizit) abzumahnen, w\u00e4re ich daf\u00fcr, die Beitr\u00e4ge deutlich zu erh\u00f6hen!<br>Wer eine Fernseh-Flatrate haben will, soll sie bekommen. Ich will definitiv keine haben, auch beim Telefonieren nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beweismittel:<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>In meiner Wohnung befindet sich weder ein Radio noch ein TV-Empfangsger\u00e4t.<\/li><li>Meinen Internetanschluss habe ich noch kein einziges Mal zum Rundfunkempfang genutzt, bezweifle sogar, dass das so ohne weiteres m\u00f6glich ist. Hiermit erm\u00e4chtige ich Sie, dies mit den heute zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln nachzupr\u00fcfen.<\/li><li>Meine Videotheken werden best\u00e4tigen, dass ich mir seit Jahren fast t\u00e4glich einen Film ausleihe. Das kostet mich erheblich mehr als die zur Debatte stehenden Rundfunkgeb\u00fchren.<\/li><li>Meine Tochter habe ich so erzogen, dass sie schon als kleines M\u00e4dchen sehr wohl in der Lage war, die verletzende Dummdreistigkeit solcher TV-Ikonen, wie die Supermodelfinderin Heidi Plump (oder wie sie hei\u00dft), als menschenunw\u00fcrdig zu bewerten. Also abzulehnen.<\/li><li>Dutzende, ja Hunderte von entsprechenden Meinungsbekundungen gegen\u00fcber Freunden und Bekannten.<\/li><li>Beim Mobiltelefonieren nutze ich Prepaid-Zahlungsmethoden, um eine weitgehende Kontrolle zu behalten.<\/li><li>Viele andere Beweise werde ich mir, bei geeigneter Gelegenheit, gerne die M\u00fche machen, aufzuz\u00e4hlen\u2026<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Mit (eigentlich gar nicht wirklich) freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br>Frank Jankowski<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<p>P.S. vom Fr\u00fchjahr 2020:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nichtobdachlosigkeitssteuer: 10.000 Euro!<\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/nichtobdachlosigkeitssteuer-10-000-euro\">Offener Brief an die Administration der ARD-Mediathek.<br>Betreff: Fehlfunktionen der Verschlagwortung und des Streamings der Mediathek<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesetzgeber n\u00f6tigt m\u00fcndige B\u00fcrger zur Duldung fahrl\u00e4ssiger K\u00f6rperverletzung. 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