{"id":63,"date":"2018-02-08T11:53:50","date_gmt":"2018-02-08T10:53:50","guid":{"rendered":"http:\/\/frankjankowski.de.w01a8fb4.kasserver.com\/wp_textblog\/?p=63"},"modified":"2022-10-21T19:46:48","modified_gmt":"2022-10-21T17:46:48","slug":"gesetzliche-handymitfuehrpflicht-ab-mai-2025-oder-wie-viel-smartphone-ist-gut-fuer-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/gesetzliche-handymitfuehrpflicht-ab-mai-2025-oder-wie-viel-smartphone-ist-gut-fuer-uns\/","title":{"rendered":"Gesetzliche Handymitf\u00fchrpflicht ab Mai 2025 oder: Wie viel Smartphone ist gut f\u00fcr uns?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unter dem Motto \u201eCreating a Better Future\u201c startet am 26. Februar 2018 die wichtigste Smartphonemesse der Welt. Schl\u00e4gt man deren Homepage auf, starren da f\u00fcnf Kinder in der diffusen Weite einer nebeligen Steppe gemeinsam auf ein mobiles Display. Das gibt zu denken\u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>Einstimmung auf den World Mobile Congress in Barcelona von Frank Jankowski<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>\u201eMist! Eine Sekunde schneller, und ich h\u00e4tte das Anfangslevel geschafft!\u201c<\/em> <br>Neben mir sitzen zwei artig gescheitelte Elf- bis Zw\u00f6lfj\u00e4hrige einander gegen\u00fcber. Dicht vor ihren hochkonzentrierten Gesichtern wiegen beide seit einer Stunde Smartphones hin und her. <em>\u201eJa\u201c<\/em>, antwortet der andere erst eine ganze Minute sp\u00e4ter, <em>\u201eMotorr\u00e4der sind auch viel schneller, Alter!\u201c<\/em> Nur selten beugt sich einer mal zum anderen r\u00fcber, etwa um zu erkl\u00e4ren, wie viele Helme man braucht, um das Finale zu erreichen, oder dass <em>\u201edieses Level jetzt auf Zeit geht: das musst du in einer Minute schaffen!\u201c<\/em><br>Ihre Handhelds wurden per Fingerwisch zu Lenkr\u00e4dern real existierender Boliden umfunktioniert, und die winzigen Mattscheiben sind jetzt Windschutzscheiben k\u00fchner M\u00e4nnertr\u00e4ume. Dahinter spielen sich Unfallszenen ab, die trotz ihrer tragischen Schwere nicht einmal einen Kratzer hinterlassen \u2013 allenfalls im Image des minorennen Spielers. In diesem Fall f\u00e4hrt der eine Steppke Audi, der andere Tesla, denn <em>\u201eTesla ist geiler als Audi!\u201c \u2013 \u201eIch wei\u00df, aber das Nitro ist cooler!\u201c \u2013 \u201eIch wei\u00df\u201c<\/em>, murmelt der andere, schon wieder ins virtuelle Rennen versunken, <em>\u201eaber als n\u00e4chstes nehme ich den 2015er Mustang, der ist richtig geil.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"871\" src=\"http:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-1024x871.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18\" srcset=\"https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-1024x871.jpg 1024w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-300x255.jpg 300w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-768x653.jpg 768w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-1536x1306.jpg 1536w, https:\/\/frankjankowski.de\/wp_textblog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Schweizer_Taschen_Smartphone-2048x1742.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Fotomontage von Frank Jankowski (Copyright!):<br>Originalgr\u00f6\u00dfe bei einer Aufl\u00f6sung von ca. 150 dpi: ca. 250 x 210 cm  =&gt; 14.700 x 12.500 Pixel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Das Spiel, das die beiden w\u00e4hrend der gesamten Reisezeit von Hamburg nach Berlin in den Bann zieht, hei\u00dft \u201eAsphalt 8\u201c und ist eines von ziemlich vielen erfolgreichen Autorennspielen, wie sie seit Anfang der 90er Jahre (urspr\u00fcnglich f\u00fcr Spielkonsolen wie Playstation und Xbox) kontinuierlich weiterentwickelt werden. Bestimmt ganz sch\u00f6n teuer, denke ich, will es auch selbst ausprobieren, stelle jedoch zun\u00e4chst einmal erstaunt fest, dass es gar nichts kostet, dann, dass mein eigenes Smartphone, eben erst gekauft, viel zu schwach auf der Brust ist. (\u201eeben erst\u201c bedeutet hier 2014).<br>Als Need for Speed-Nachahmer-Produkt des US-Riesen Electronic Arts (EA) wird die Asphalt-Serie seit 2004 vom franz\u00f6sischen Videospielhersteller Gameloft entwickelt. Im Gegensatz zum Vorbild kostet Asphalt zun\u00e4chst einmal nichts. Kritiker bem\u00e4ngeln jedoch die vielen trotz der Werbung anfallenden un\u00fcbersichtlichen Folgekosten.<br>Ob M\u00fctter und V\u00e4ter es wollen oder nicht: Smartphones sind die Legosteine von einst. Diesen beiden Knaben ersetzen die neuen handlichen Minicomputer momentan gerade drei faszinierende Spielzeuge meiner eigenen Kindheit, n\u00e4mlich Fallerbahn, Matchboxautos und Autoquartett (f\u00fcr eine echte Carrera-Rennbahn, <em>seufz<\/em>, hat mein Taschengeld nie gereicht). Applikationen ersetzen mittlerweile auch alle erdenklichen anderen Spielzeuge \u2013 von Geschicklichkeits-, Kreativit\u00e4ts- und Konzentrationsspielen bis hin zu rein konsumtiver Kurzunterhaltung, wof\u00fcr damals Comichefte zust\u00e4ndig waren. Alles per Fingertipp sofort online verf\u00fcgbar. Sofern man \u201eein Netz hat\u201c. Viele der neuen digitalen Spielzeuge lassen sich auch kollaborativ spielen, erf\u00fcllen somit faktisch einen sozialen Nutzen. Koop-Modus lautet hierf\u00fcr die entsprechende Fachbezeichnung. Zu meiner Zeit h\u00e4tte dieser Modus bedeutet, dass ich mit meiner Oma einkaufen gehe.<br>Die Elektromobilit\u00e4t hat ein neues altes Gesicht. Heute wissen nur noch wenige, dass hinter dem Namen Tesla der Erfinder des Zweiphasenwechselstroms steht, der in Serbien (bzw. Jugoslawien) ein Superstar war und mit Vornamen Nikola hie\u00df.<br><br>Deshalb gilt es nun zu erforschen, wi<span class=\"has-inline-color has-black-color\">e viel davon eigent<\/span>lich gut ist \u2013 f\u00fcr unsere Kinder. Aber auch f\u00fcr uns selbst, denn es d\u00fcrfte ja blo\u00df eine Frage der Zeit sein, bis eine gesetzliche Mitf\u00fchrpflicht f\u00fcr unsere mobilen Supercomputer erlassen wird. Wann k\u00f6nnte das sein? In sieben Jahren schon? Wohl kaum, denn \u2013 entgegen landl\u00e4ufiger Meinung \u2013 existiert bis dato nicht einmal eine Mitf\u00fchrpflicht f\u00fcr Personalausweise. Absehbar ist zumindest, dass bereits in kurzer Zeit kein Angeh\u00f6riger der Zivilisation mehr daran vorbei kommt, eines jener technischen Wunderwerke bei sich zu tragen, f\u00fcr die es heute noch viele Bezeichnungen gibt, was die Unw\u00e4gbarkeit dieser technischen Revolution ausdr\u00fcckt. Die einen nennen es nach wie vor Handy, die anderen Smartphone, Handheld oder mobiles Endger\u00e4t. Manche sagen auch Ultra Mobile PC dazu oder MID (Mobile Internet Device). Es war ja auch nur eine Frage der Zeit, bis das Handy mit dem Internet verquickt wird \u2013 also die Geburtsstunde des Smartphones schlug. Den Personalausweis jedoch k\u00f6nnte das Handy dieser doch recht nahen Zukunft durchaus ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bb<strong>Das iPhone ist ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt. Aber ich bin mir sicher, dass wir der Marktf\u00fchrer bleiben.<\/strong> \u00ab <\/p><cite><em>Nokia-Sprecher Kari Tuuti, 2007<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie das Portemonnaie vielen anderen Zwecken als blo\u00df der Geldaufbewahrung dient, so stellt das Telefonieren l\u00e4ngst nicht mehr die am meisten genutzte Funktion unserer Handys dar. Im Gegenteil: durch die Technik, kurze Textmitteilungen (meist sogar mit der M\u00f6glichkeit einer Empfangs und Lesebest\u00e4tigung) in Echtzeit auszutauschen, empfinden wir spontanes Anrufen zunehmend als ungew\u00f6hnlich, oft sogar als unpassend. Insofern ist eigentlich auch die Bezeichnung Smartphone schon wieder obsolet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u00bb Ich habe Gott sei Dank Leute, die f\u00fcr mich das Internet bedienen. \u00ab <\/strong><\/p><cite><em>Michael Glos, Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Technologie, 2007<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Handys ersetzen uns heute bereits Flug- und Bahntickets, Eintrittskarten, Armbanduhren, Wecker, Diktierger\u00e4t, Terminkalender, Organizer, Notizblock, Reiselekt\u00fcre, sie dienen uns als W\u00f6rterbuch, ja sogar als Simultandolmetscher, als Spielkonsole, Hifi-Anlage, Musikinstrument, Kofferradio, als Filmprojektor inklusive Kinoleinwand, Fernseher, Personal Computer inklusive Bildschirm, Tastatur und Maus, als MP3- bzw. Mediaplayer, Fotoapparat, Fotoalbum, Videokamera, Datenspeicher, Enzyklop\u00e4die, als Fernbedienung bzw. Steuerzentrale f\u00fcr diverse technische Ger\u00e4te, als Landkarte und Navigator, Brief- und Postkasten, als Tonstudio, Taschenrechner, Taschenlampe, Wasserwaage, Bar-und QR-Code-Scanner und vieles mehr. Wir reservieren und entsperren unsere Car-Sharing-Vehikel damit. Und ganz bald wird es sicherlich auch die l\u00e4stigen Schl\u00fcsselfummeleien ad acta legen. Mit dem Smartphone passt das Internet als das mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Warenhaus der Welt quasi in jede Hosentasche. Als globales Massenph\u00e4nomen spielt es eine herausragende Rolle in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Schon heute ersetzt es auch das klassische Schaufenster des Gesch\u00e4ftes vor Ort. Die \u201eallgegenw\u00e4rtige Verf\u00fcgbarkeit\u201c wird dadurch in der Konsumg\u00fcterwelt zum Schl\u00fcsselbegriff. Die (gerade aufkommende) \u201edigitale Geldb\u00f6rse\u201c (aktuell bspw. durch \u201epaydirekt\u201c vermarktet) wird unseren Bargeldverkehr wom\u00f6glich schon in absehbarer Zeit signifikant reduzieren. Ebenso die von vielen Tausenden Verbrauchern schon lange herbeigesehnte Abschaffung althergebrachter Kassiert\u00e4tigkeiten: machbar sind jetzt schon Abbuchungen durch Scannen digitaler Informationen (mittels RFID-Transponder) auf den Artikeln, und zwar automatisch beim Verlassen des Gesch\u00e4fts mit der entsprechenden App. Und in nicht allzu ferner Zukunft wird es auch Bank-, Kreditkarten und Ausweisdokumente ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>\u00bb Ich denke, dass es weltweit einen Markt f\u00fcr vielleicht f\u00fcnf Computer gibt. \u00ab <\/strong><\/p><cite><em>Thomas Watson, Chairman von IBM, 1943<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mobile Sensortechniken und die daraus resultierenden M\u00f6glichkeiten des Activity trackings (Smartphone als Wearable) oder Lifeloggings dienen zur Aufzeichnung und Versendung fitness- und gesundheitsrelevanter Daten wie etwa Laufstrecken, Energieumsatz, Herzschlagfrequenz oder Schlafqualit\u00e4t. Durchaus denkbar also, dass die besagte Mitf\u00fchrpflicht nicht von Seiten des Einwohnermeldeamts kommt, sondern von Seiten der Krankenkassen. Oder sie kommt von Seiten der Verkehrsplaner bzw. Verkehrs\u00fcberwacher, denn im allt\u00e4glichen Stra\u00dfenverkehr wird die Digitale Transformation neben dem Gesundheitswesen ihre deutlichsten Auspr\u00e4gungen zeitigen: Die zunehmende Nutzung von Big-Data-Informationen (wie schnell bewegen sich Autos wann und wie oft in welche Richtungen?), etwa durch \u201eintelligente Lichtmasten\u201c gesammelt (die zugleich Data Mining bzgl. Wetter, L\u00e4rm- und Schadstoffbelastung, seismische Aktivit\u00e4ten etc. betreiben) erlaubt eine v\u00f6llig neue Verkehrsplanung. Bedarfsorientierte Ampelschaltungen lassen den Verkehr schneller flie\u00dfen; GPS-Sender und Blackbox-Systeme werden mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit zur Pflicht wie seinerzeit der Sicherheitsgurt. Und falls diese Technologien Bestandteile unserer Handys werden \u2026<br><br>Egal, welche Zeitung man aufschl\u00e4gt, welchen Newsletter man herunterscrollt oder welchen Blog man durchklickt: Unter den Schlagw\u00f6rtern \u201eGlobalisierung\u201c, \u201eDigitalisierung\u201c, Digitale Transformation\u201c, sowie allen erdenklichen \u201e4.0\u2013\u201c, \u201ecyber\u2013\u201c und \u201esmart\u2013\u201c Wortkompositionen bzw. einem schlichten \u201ee\u201c vor altbekannten Begriffen, werden wir t\u00e4glich mit neuen Technologien, neuen Apps, neuen Prozessen konfrontiert. Das Smartphone ist zugleich Symbol und Grundlage dieses Wandels. Quasi \u00fcber Nacht revolutionierte die handliche Superrechner-Universalmaschine unser aller Leben. Smartphones w\u00e4lzen ganze Industriezweige um und neutralisieren ganze Branchen. Per Smartphone vernetzt sich das Individuum mit der gesamten Menschheit und erschafft somit eine Art globale Intelligenz, ein \u00fcberdimensionales Gehirn.<br>So kann man es sehen.<br>Fest steht: der multifunktionale brusttaschenkleine Kommunikationsroboter ist Dreh- und Angelpunkt einer neuen \u00c4ra der Menschheitsgeschichte, die vor allem eine Geschichte der Mobilit\u00e4t und der Kommunikation ist. Das internetaffine Smartphone verquickt beides zu ungeahnten M\u00f6glichkeiten: Mobilit\u00e4t und Kommunikation.<br>StatCounter ermittelte im Oktober 2016 erstmals einen weltweiten Vorsprung von mobilen Endger\u00e4ten gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Computern. Verglichen wurden die Datenverkehrsvolumina durch die Nutzung von Smartphones und Tablets (51,3 %) mit denen von Desktop-Ger\u00e4ten und Laptops (48,7 %).<br>Mitte 2015 erwirtschaftete die globale App-Economy einen Umsatz von \u00fcber 100 Milliarden $. Damit \u00fcberholte sie die seit 100 Jahren existierende Filmindustrie.<br>Die Zeit, da man sich \u00fcber Passanten wunderte, die anscheinend Selbstgespr\u00e4che f\u00fchrten, ist l\u00e4ngst pass\u00e9. Und wenn wir heute in der U-Bahn zur Arbeit fahren, empfinden wir es bereits als ganz normal, dass s\u00e4mtliche Fahrg\u00e4ste in ihre kleinen flach leuchtenden Elektroger\u00e4te vertieft sind, anstatt Zeitung zu lesen oder sich mit ihren Sitznachbarn zu unterhalten. Eigentlich nehmen wir das nicht einmal mehr wahr, da wir selbst viel zu konzentriert damit besch\u00e4ftigt sind, schnell noch ein paar letzte private Handwischer zu erledigen, ehe wir unseren wackeren Begleiter f\u00fcr Stunden aus der Hand legen, wom\u00f6glich sogar ausschalten m\u00fcssen.<br>Inwiefern werden sich unserer Gebr\u00e4uche \u00e4ndern, etwa unser Sprachgebrauch? \u201eWie sch\u00f6n, von Dir zu h\u00f6ren kann man heute eigentlich kaum noch sagen, da man sich mit dem Ausdruck dieses Gef\u00fchls in der Regel auf eine Kurztextnachricht bezieht \u2013 sei sie per Short Message Service (sms) angekommen oder per Instant Messaging-Dienst, wie das 2009 gegr\u00fcndete, 2014 von facebook \u00fcbernommene US-amerikanische \u201eWhatsApp\u201c oder das sehr viel kleinere, daf\u00fcr angeblich diskretere schweizerische \u201eThreema\u201c. Oder \u00fcber die diversen Kan\u00e4le anderer Chat- und Mikroblogging-Anbieter (Instagram, Twitter, Skype etc.). Werden wir ein neues Verb brauchen? Wird es ein Anglizismus sein? Oder wird sich im Laufe der kommenden Jahre die Semantik des Verbs &#8222;h\u00f6ren&#8220; entsprechend ausdehnen, wie bspw. die Bedeutung des englischen Morphems \u201echat\u201c. Wird es geschlechts- Pardon genderspezifische W\u00f6rter f\u00fcr bislang maskulin dominierte Begrifflichkeiten (z.B. der User) geben: die Userin?<br>Wo geht die Reise hin? Welche Rolle werden die Handys der Zukunft in unserem Leben spielen? Wie werden sie aussehen? Wie gro\u00df werden sie sein? Werden wir sie noch in den H\u00e4nden halten m\u00fcssen? Welche zus\u00e4tzlichen Funktionen werden sie erf\u00fcllen? Wie lange werden die Akkus in zehn Jahren halten? Wird sich Korund als quasi unverw\u00fcstliches Displaymaterial durchsetzen? Werden sich organische LEDs etablieren? Mit welchen Innovationen wird man das meiste Geld verdienen?\u2026<br>Einige Antworten auf solche Fragen werden wir sicherlich schon Ende Februar auf dem diesj\u00e4hrigen World Mobile Congress erhalten, der bereits seit \u00fcber 30 Jahren von der in London und Z\u00fcrich ans\u00e4ssigen GSM-Association veranstaltet wird, und von der gesamten Branche selten mit gr\u00f6\u00dferer Spannung erwartet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eCreating a Better Future\u201c startet am 26. Februar 2018 die wichtigste Smartphonemesse der Welt. 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