„Neu in unserer Familie“ – Fernsehfilm 2016

Kultserienpotential! —– E N D L I C H mal wieder ein guter deutscher Film! Eigentlich ja sogar gleich zwei! => Überzeugende Figuren, starkes Drehbuch mit originellen und pointierten Dialogen, sensible Besetzung – vor allem der beiden Männer, die durch eine angenehm zurückhaltende Regie großartig geführt werden!..

Einfach perfekt! …

Psst: Beinahe: das andauernde Getrommle ist ziemlich gewöhnungsbedürftig 😉 Bin sehr gespannt auf die nächsten Werke dieser Filmemacher!

Laut Rainer Tittelbach „war es klug, den Plan zu einer Serie zugunsten eines Zweiteilers aufzugeben“, denn:
Das mehrfach preisgekrönte Dreamteam, Drehbuchautor Daniel Nocke und Regisseur Stefan Krohmer, die bisher 17 Spielfilme miteinander realisiert haben, hatten zunächst eine Serie im Sinn. „Eine offene Ehe erschien als Thema ideal, da es einen festen Familienkern und damit ein Stammpersonal gibt, während die wechselnden Partner/innen von Folge zu Folge neue Geschichten mitbringen“, erinnert sich Nocke. Die beiden taten gut daran, von dieser Ausgangskonzeption abzuweichen: Dadurch entstand kein unverbindlicher Reigen, der zudem allzu schnell als plakatives Plädoyer für die Polyamorie hätte missverstanden werden können. Abgesehen davon wäre eine solche Abfolge leidenschaftlicher Affären psychologisch wenig passend gewesen für die beiden Hauptfiguren, die der Autor ausgesprochen verantwortungs- und liebevoll gezeichnet hat. Und so wurde aus der geplanten Serie ein Zweiteiler (mit Option für mehr?): „Neu in unserer Familie“ erzählt im ersten Teil, „Zwei Eltern zu viel“, von dem Beziehungsexperiment, das am Ende zu scheitern droht. „Ich hab’s verbockt“, gesteht Marit kleinlaut ihren ersten und einzigen „Seitensprung“, allerdings einen mit Folgen. „Wie kann man nur so einen Scheiß bauen!“, stellt Jonas die von ihm vorgeschlagene Aktion „offene Beziehung“ in Frage. Dieser Schluss bestätigt einmal mehr die große Verbundenheit des Paares über alle Problemlagen hinweg. Und so kann man nach 90 Minuten gespannt sein, wie diese Gruppe von Lebenskünstlern die emotional-amourösen Wirren meistern wird. Der Titel des zweiten Teils, „Ein Baby für alle“, deutet bereits an, in welche Richtung es gehen wird.

Dem kann ich durchaus beipflichten.

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